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Psychische Belastungen am Arbeitsplatz - so belegen zahlreiche Untersuchungen - nehmen europaweit zu. Immer mehr Arbeitnehmer fühlen sich gestresst bis ausgebrannt. Bei der Stressprävention kommt es insbesondere auf eine gesundheitsgerechte Arbeitsorganisation und eine gute Mitarbeiterführung an. Der BKK Bundesverband hat mit seiner Kampagne „Mensch und Arbeit. im Einklang“ www.move-europe.de dieses Themenfeld aufgegriffen. Weiterhin wird an einem Themenportal gearbeitet, das im Rahmen des Projektes psyGA (psychische Gesundheit in der Arbeitswelt) vom BKK Bundesverband durchgeführt wird.
Mobbing in Unternehmen - Ursachen, Folgen, Lösungsansätze
Unter Mobbing versteht man eine konfliktbelastete Kommunikation unter Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern, bei der die angegriffene Person unterlegen ist und von einer oder mehreren anderen Personen systematisch über einen längeren Zeitraum von mindestens einem halben Jahr wenigstens ein Mal wöchentlich direkt oder indirekt angegriffen wird. Dabei wird häufig das Ziel verfolgt, diese Person auszugrenzen und aus dem Arbeitsverhältnis auszustoßen, beispielsweise, um sie als Konkurrenten auszuschalten. Der oder die Mobbingbetroffene fühlt sich diskriminiert und erlebt extremen psychosozialen Stress.
Die Auswirkungen von Mobbing auf die Beteiligten, das Unternehmen und die Gesellschaft werden in der Regel unterschätzt. Von Mobbing Betroffene leiden häufig unter psychosomatischen Befindlichkeitsstörungen und Erkrankungen, Depressionen und Angstzuständen.
Mobbing schadet auch dem Unternehmen, wenn es nichts dagegen unternimmt. Mobbing verschlechtert das Betriebsklima und erzeugt zusätzliche Kosten infolge von Fehlzeiten, Produktivitätseinbußen und Schädigung des Unternehmensimages. Seit dem 1. August 2002 können Arbeitnehmer auch von ihrem Arbeitgeber Schmerzensgeld verlangen, wenn er nicht alles tut, um Gesundheitsverletzungen durch Mobbing oder Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung in seinem Unternehmen zu verhindern oder dagegen vorzugehen (Zweites Gesetz zur Änderung schadensersatzrechtlicher Vorschriften).
Mobbing und seine negativen Folgen sind vermeidbar. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten eine partnerschaftliche Unternehmenskultur sowie Organisationsstrukturen und Arbeitsabläufe, die für die Kommunikation, Kooperation und Beteiligung der Beschäftigten förderlich sind. Eine wichtige Rolle spielen dabei Führungskräfte, die die Bedeutung eines kooperativen Führungsstils für einen möglichst störungsfreien Arbeitsprozess erkannt haben und sich rechtzeitig in entstehende Konflikte einschalten, bevor sie eskalieren können.
Faltblatt Mobbing am Arbeitsplatz (PDF, 54 KB)
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