BKK.de Hörfunkbeitrag

"Das Kreuz mit dem Kreuz - Volkskrankheit Rückenbeschwerden"

Anmoderationsvorschlag:
Volkskrankheit Rückenbeschwerden - in Deutschland klagen mehr als 30 Millionen Menschen über eine verspannte Muskulatur im Nacken- und Schulterbereich, über eingeklemmte Nerven oder ausgerenkte Wirbel. Betroffen sind nicht nur ältere Menschen, gerade die Jüngeren unter 30 Jahren leiden unter Schmerzen im Rücken. Mehr über Gründe, Ursachen und vor allem Therapiemöglichkeiten dieser wachsenden Volkskrankheit erfahren Sie jetzt von Stefan Saffer:

Sprecher:
Je weiter die technische Entwicklung unserer Gesellschaft voranschreitet, desto mehr Zeit verbringen wir auf unseren vier Buchstaben: beim Auto fahren, am Computer, am Arbeitsplatz. Es liegt in der Natur der Sache, dass das unserem Rücken nicht gut tut. Und wer denkt, dass sich nur ältere Menschen mit Rückenleiden quälen, der irrt gewaltig. Frau Christine Richter, Expertin des BKK Bundesverbandes, findet diese These in einer aktuellen Repräsentativbefragung bestätigt:

O-Ton1:
„Mehr als zwei Drittel der Deutschen über 14 Jahren litten im letzten Jahr unter Rückenbeschwerden. Das ist gegenüber 1998 gleich eine Steigerung von fast 30 Prozent. Besonders auffallend ist - die Zahl der 14 bis 29-Jährigen hat sich sogar fast verdoppelt. Die Jüngeren drohen damit zu den chronisch Rückenkranken von morgen zu werden, wenn sie nicht frühzeitig ihren Bewegungsmangel ausgleichen.

Sprecher:
Die Rücken- und Nackenmuskulatur gehört zu den am wenigsten trainierten Muskelgruppen unseres Körpers. Da ist es nachvollziehbar, dass bei übermäßigem Sitzen, ob beruflich oder privat, schon bald Beschwerden auftreten. Doch viele wissen gar nicht, dass Rückenschmerzen oft auch psychische Ursachen haben:


O-Ton2:
„Aus Sicht der Ärzte haben sich die Ursachen für Rückenschmerzen ein wenig gewandelt. Mehr und mehr erkennt man heutzutage, daß auch psychische Faktoren, das sind rund ein Drittel, Auslöser für Rückenbeschwerden sein können; neben denen, die jeder selbst ahnt, nämlich Fehlhaltungen, Verspannungen und Knochenverschleiß.

Sprecher:
Gegen das Kreuz mit dem Kreuz gibt es kein Wundermittel. Aber statt mit Gymnastik und Haltungsverbesserungen vorzubeugen, lassen sich viele lieber eine Spritze geben, wenn die Schmerzen schon längst da sind. Dabei kann man allein durch vernünftige und ausreichende Bewegung schon im Vorfeld das schlimmste vermeiden:

O-Ton 3:
„Ja erfreulich ist, daß die Ärzte mehr Rückengymnastik verschreiben für ihre Patienten, offensichtlich die Patienten ermuntern, mehr für sich selbst zu tun, auch die über 60jährigen sind hier sehr aktiv, viel aktiver als noch vor sechs Jahren. Allerdings muß man sagen, immer noch sind Medikamente bei der ärztlichen Behandlung Spitzenreiter.”

Sprecher:
Aber das muß ja nicht sein: Wenn man auf rückenschonendes Verhalten und genug Bewegung achtet, kann man selbst sehr viel zur Vorbeugung und zur Linderung der Schmerzen beitragen. Angeboten werden dazu zum Beispiel Kurse in sogenannten Rückenschulen. Dort lernt man, wie man sich bei Schmerzen richtig hinlegt, wie man Gegenstände heben und tragen soll und welche Sitzpositionen den Rücken entlasten. Also, bleiben Sie in Bewegung - Ihr Rücken wird es Ihnen danken!

Abmoderationsvorschlag:

Mehr Informationen zum Thema und Hinweise zur BKK in Ihrer Nähe finden Sie natürlich im Internet - unter www.bkk.de.