Mitteilung vom 04.12.2009
Gesundheitsförderung und Prävention stärken – Sechs Preisträger für vorbildliche Praxis ausgezeichnet
Zum vierten Mal vergibt der BKK Bundesverband heute den Preis „Vorbildliche Praxis 2009: Gesundheitsförderung bei sozial benachteiligten älteren Menschen“ im Rahmen des 15. Kongress „Armut und Gesundheit“ in Berlin.
Die ausgezeichneten Praxisbeispiele zeigen, wie die Gesundheit von Menschen in schwierigen sozialen Lebenslagen gestärkt werden kann. Soziale Benachteiligung ist keine Altersfrage. Kommen Ausgrenzung und Einsamkeit hinzu, sind ältere Menschen mit gesundheitsförderlichen Angeboten besonders schwer zu erreichen.
Mit der Initiative „Mehr Gesundheit für alle“ begegnet der BKK Bundesverband dieser Herausforderung. Insgesamt haben die Betriebskrankenkassen in die Gesunderhaltung ihrer Versicherten mehr als 96 Millionen Euro investiert. Davon über 88 Millionen in die Gesundheitsförderung und Prävention sowie 8 Millionen in die Selbsthilfeförderung.
„Nur wenn die Akteure in den vorhandenen Strukturen eng verzahnt zusammenarbeiten und Verantwortung übernehmen, können wir auch den Menschen helfen, die normalerweise durch Präventionsmaßnahmen nicht erreicht werden. Im Rahmen der Initiative „Mehr Gesundheit für alle“ entwickeln wir Projekte mit Modellcharakter. Diese Initiative passt in den Ansatz der neuen Regierungskoalition, bewährte Präventionsstrukturen vor Ort zu fördern. Ziel der Initiative ist und bleibt es, gerade den Menschen zu helfen, die sonst keine Hilfe bekommen“, so Heinz Kaltenbach, Geschäftsführer des BKK Bundesverbandes.
Preisträger "Auszeichnung für vorbildliche Selbsthilfeförderung":
- Das Projekt „Peer-to-Peer-Aufklärung in der Psychiatrie − Methodik und erste Ergebnisse“ unterstützt Patienten und Angehörige beim Aufbau neuer Selbsthilfegruppen.
Kontakt: Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker e.V., Pappenheimstraße 7, 80335 München, Karl-Heinz Möhrmann, karl-heinz.moehrmann@t-online.de
- Das Projekt "Pro Retina Patientensprechstunde" für altersbedingte Sehstörungen an der Universitäts-Augenklinik in Bonn hat eine besondere "Vorreiterfunktion" durch die Schulung von Laien zu Patientenberatern, die den Betroffenen in der Klinik durch eine regelmäßige Sprechstunde unterstützend zur Seite stehen.
Kontakt: Pro Retina Deutschland e.V. Landesverband NRW, Vaalser Str. 108, 52074 Aachen, Werner Lechtenfeld, pro-retina@t-online.de, Tel.: 0241-870018
- „Gesundheit macht Schule - Modul Organspende“. Die Selbsthilfegruppe hat sich mit dem hessischen Kultusministerium das Ziel gesetzt, die Bereitschaft zur Organspende durch Aufklärung in den Schulen zu erhöhen.
Kontakt: Gemeinschaft der Organtransplantierten e.V. (GDO), Lichtweg 18b, 63145 Hofbieber, gdo@gdo-ev.info, Tel.: 06657-7654, http://www.gdo-ev.info/
Preisträger "Auszeichnung für vorbildliche Gesundheitsförderung":
- Das Projekt „Seniorentreff“ ist eine Seniorentagesstätte, die sich im sozialen Brennpunkt St. Pauli in Hamburg an in Armut lebende, ältere Menschen wendet, um deren psychische und physische Gesundheit zu stärken.
Kontakt: Nachbarschaftsheim St. Pauli e.V., Silbersackstraße 14, 20359 Hamburg, Frau Hanna Blase, info@nbhstpauliat.de, Tel.: 040-3195478
- „Älter werden und Gesundheit - Die Patientinnenschulung“ ist ein niedrigschwelliges Angebot und richtet sich an ältere Frauen mit Migrationshintergrund und deren gesundheitliche Belange.
Kontakt: Feministisches Frauengesundheitszentrum e.V., Bamberger Straße 51, 10777 Berlin, Frau Maya Krock, ffgz@snafu.de, Tel.: 030-2139597, http://www.ffgz.de/
- „NAIS - Neues Altern in der Stadt“ erreicht sozial benachteiligte Gruppen zu den Themen Bewegung, Ernährung, Pflege, Hausbesuche und geistige Fitness.
Kontakt: Stadt Bruchsal (Amt für Familie, Schulen und Sport), Kaiserstraße 66, 76646 Bruchsal, Herr Volker Falkenstein, Volker.Falkenstein@bruchsal.de, Tel.: 07251-79357, http://www.neues-altern.de/
Weitere Informationen über die Initiative „Mehr Gesundheit für alle“ stehen im Internet unter http://www.bkk.de/versicherte/mehr-gesundheit-fuer-alle/.
Der BKK Bundesverband ist Mitglied im Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“. Es ist ein Zusammenschluss von 53 Partnerorganisationen auf Initiative und mit Unterstützung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).
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