Sturzprävention zum Erhalt von Mobilität und Selbständigkeit von Senioren/innen
Jedes Jahr erleiden in Deutschland rund 100.000 ältere Menschen bei Stürzen einen Hüftfraktur. Dies bedeutet neben Schmerzen auch einen Verlust an Lebensqualität sowie eine teilweise dauerhaft eingeschränkte Mobilität. Durch Aufklärung und Training lässt sich ein erheblicher Anteil dieser Stürze bei alten Menschen verhindern oder zumindest die Folgen lindern. Ausreichende Muskelkraft und ein gutes körperliches Balancegefühl sind wichtige Komponenten für das sichere Gehen und können somit helfen, Stürze zu vermeiden. Zudem lässt sich durch Hüftprotektoren im Falle eines Sturzes das Risiko von Hüftfrakturen vermindern. Studien in Altenheimen haben ergeben, dass damit die Häufigkeit von Hüftbrüchen unter den Bewohnern um 30 bis 50 Prozent gesenkt werden kann.
Allein die Behandlung einer Hüftfraktur kostet 10.000 Euro. In verschiedenen Modellprojekten konnte belegt werden, dass Krafttrainings und Hüftprotektoren die Risiken von Hüftfrakturen stark senken und daher kostspielige Behandlungen und letztlich auch langjährige Pflegezeiten vermieden werden können. Dieses Präventionsangebot senkt also effektiv Ihre Krankheitskosten.
1. Ansprache und Motivation sowohl der Versicherten als auch der niedergelassenen Ärtze/innen, für die Trainings bei ihren Patienten/innen zu werben.
2. Kraft- und Balancetraining (Gruppenangebot) durch spezifisch qualifizierte Trainer
3. Empfehlung von Hüftprotektoren, begleitet von einführender strukturierter Schulung
4. Information und Schulung von Heimmitarbeitern/innen und ambulanten Pflegern/innen
Ärztekammer Nordrhein, BKK Landesverband NRW, BKK Deutsche Bank
„Gesund im Alter. BKK macht Menschen mobil.“ quadratisches Faltblatt, 6 S.
Projektleitung:
Dagmar Johannes
Social Bookmarking