Aktiv bleiben im häuslichen Umfeld

© Anja Cord

Ziel:
Gesundheit und Selbstständigkeit im fortgeschrittenen Alter so weit wie möglich zu erhalten.

Projektbeschreibung:

Als Pilotprojekt startete die BKK Hoesch in Kooperation mit einem Wohlfahrtsverband - dem Sozialdienst kath. Frauen Dortmund-Hoerde e. V. – im April 2010 das Angebot der aufsuchenden Gesundheitsberatung.

Die Besonderheit dieses Modells ist die Kooperation zwischen einem Wohlfahrtsverband und einer Betriebskrankenkasse. Beide bringen eine Vielzahl von Angeboten, Arbeitsfeldern und Erfahrungen mit, die durch eine sinnvolle Kombination, langfristig zu einer Stabilisierung der Lebenssituation älterer Menschen und somit auch zu einer Kostenverringerung durch Vermeidung von Krankenhausaufenthalten/Heimunterbringung führen kann. Unterstützt und begleitet wird das Modell durch den BKK Bundesverband und dem BKK-Landesverband NORDWEST.

Im ersten Schritt werden alle BKK-Versicherten, die im erweiterten Stadtbezirk Dortmund-Hörde wohnen, zu Beginn des Projektes zwischen 70 und 85 Jahren alt sind und (noch) keine Pflegestufe haben von der Krankenkasse schriftlich informiert. Adressaten sind weniger die aktiven, noch reiselustigen und sportlichen älteren Herrschaften, vielmehr die weniger mobilen, denen es vielleicht nicht mehr vergönnt ist, ihre Wohnung zu verlassen. Im Durchschnitt nimmt von den angeschriebenen Versicherten jeder achte das Angebot in Anspruch.

Ihre besonderen Vorteile:
Auf Wunsch erhalten die älteren Menschen in ihrer häuslichen Umgebung Informationen zu Themen der Gesundheitsförderung und -prävention als wesentliche Grundlage einer selbstständigen Lebensführung, um damit einen längeren Aufenthalt in der häuslichen Umgebung zu erreichen.

Drei geschulte GesundheitsberaterInnen besuchen die interessierten Versicherten zu Hause. Sie erfassen die persönliche, gesundheitliche und soziale Situation des älteren Menschen, beraten zur richtigen Trinkmenge, altersangemessenen Ernährung und zu Angeboten in der Nähe, die wieder soziale Kontakte ermöglichen. Sie informieren aber auch über die Bedeutung der Pflegeversicherung, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Sie erkundigen sich u.a., ob Haushaltshilfen benötigt werden und unterziehen - mit Hilfe eines Apothekers - das tägliche Tabletten-Quantum des Seniors einer gründlichen Analyse auf mögliche Wechselwirkungen. Sie informieren z.B. über die Möglichkeit eines Schwerbehindertenausweises, eines Hausnotrufgerätes etc. und vermitteln an die entsprechenden Fachstellen.

Bausteine:

  • Beratung zur Sturzprophylaxe
  • Informationen zur altersangemessenen Umgestaltung des Badezimmers.
  • strukturierte Datenerfassung zur Dokumentation von Beobachtungen
  • Befragung zu Gesundheits- und Lebenssituation mittels eines Kriterienkatalogs)
  • Erarbeitung eines individuellen Hilfeplans

Bisherige Partner:
BKK Hoesch
Sozialdienst kath. Frauen Dortmund-Hoerde e. V.
BKK Landesverband NORDWEST

Weitere Informationen:

PDF Artikel zur Gesundheitsberatung in "Die BKK"

Projektbearbeitung:  Susanne Smolen und  Dietrich Hilje

Projektleitung:  Dagmar Johannes

Lassen Sie sich diese Seite vorlesen.

Aktivbleiber.de