Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen“
Projektziele:
Selbsthilfeorganisationen sind ein fester Bestandteil des deutschen Gesundheitssystems. Für eine optimale Versorgung der Patienten ist es sinnvoll, wenn sich Fachkräfte und die Selbsthilfe ergänzen und unterstützen. Es ist das Ziel dieses Projekts, die Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfe und niedergelassenen Ärzten und (Reha-)Kliniken zu stärken und Selbsthilfefreundlichkeit als Qualitätsmerkmal in der Patientenorientierung zu verstetigen.
Projektbeschreibung:
Zur Umsetzung dieses Ziels wurden Qualitätskriterien zur Selbsthilfefreundlichkeit entwickelt und bereits in erste Qualitätsmanagementsysteme implementiert.
Um diese Kriterien umzusetzen, benötigen viele Gesundheitseinrichtungen praktische Unterstützung. Aus diesem Grunde hat der BKK Bundesverband und der BKK Landesverband NRW zunächst am Standort Bielefeld eine sogenannte „Unterstützungsagentur“ eingerichtet. Deren Aufgabe ist es, im Rahmen eines klar strukturierten Prozesses Kooperationen in den Regionen zu initiieren und die Projektkrankenhäuser mit Selbsthilfekontaktstellen und Selbsthilfegruppen zusammenzubringen. Inzwischen sind auch in Berlin, Hannover und Mannheim Unterstützungsagenturen entstanden, die interessierte Gesundheitseinrichtungen auf dem Weg zur Selbsthilfefreundlichkeit unterstützen.
Nach der erfolgreichen Erprobung des Ansatzes in den Projektkrankenhäusern wird aktuell daran gearbeitet, das Projekt auf eigene Beine zu stellen und für weitere interessierte Einrichtungen zu öffnen. Geplant ist außerdem eine Auszeichnung „Selbsthilfefreundlichkeit“ für Einrichtungen, die die Kriterien erfüllen.
Dieser in Hamburg zunächst für Krankenhäuser entwickelte Ansatz wurde im Rahmen eines Pilotprojekts in Dortmund erfolgreich auf den ambulanten Sektor übertragen. Außerdem wird das Konzept der Selbsthilfefreundlichkeit im Gesundheitswesen für Reha-Einrichtungen angepasst.
Folgende Organisationen sind aktuell am Projekt Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen beteiligt:
Der PARITÄTISCHE / GSP (Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Projekte mbH)
Internet:
www.sozialeprojekte.de
BKK-Landesverband NORDWEST
Internet:
www.bkk-nordwest.de
NAKOS (Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen)
Internet:
http://www.nakos.de
BAG Selbsthilfe (Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe)
Internet:
www.bag-selbsthilfe.de
Prof. Dr. Alf Trojan, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut für Medizinsoziologie
Internet:
www.uke.uni-hamburg.de/institute/medizin-soziologie/
Agentur Selbsthilfefreundlichkeit NRW, Bielefeld
Internet:
www.selbsthilfefreundlichkeit-nrw.de
Agentur Selbsthilfefreundlichkeit Baden-Württemberg, Mannheim
Internet:
www.selbsthilfefreundlichkeit-bw.de
Agentur Selbsthilfefreundlichkeit Niedersachsen, Hannover
Internet:
www.selbsthilfefreundlichkeit-nds.de
Agentur Selbsthilfefreundlichkeit Berlin-Brandenburg, SEKIS
Internet:
www.selbsthilfefreundlichkeit-bb.de
Materialien:
Kooperation von Ärzten und Selbsthilfegruppen − für alle ein Gewinn. Ergebnisse einer Untersuchung. DIN A4, 28 S. (PDF, 585 KB)
Slesina/Knerr: Zusammenarbeit von Ärzten und Selbsthilfegruppen − Formen, Nutzen, Wünsche. Bremerhaven 2007, 232 S., ISBN: 978-3-86509-650-0
Slesina/Knerr: Warum manche Ärzte mit Selbsthilfegruppen kooperieren – und andere nicht. Ansatzpunkte für die Aktivierung bisher nicht kooperationsaktiver Ärzte Halle 2008, 72 S., ISBN: 978-3-86829-053-0
Weitere Informationen:
Selbsthilfe-Partner in diesem Projekt:
Der PARITÄTISCHE Gesamtverband e.V.
Projektkoordination: Dagmar Siewerts
Tel.: 030 /24636339, E-Mail:
siewerts@paritaet-nrw.org
Internet:
www.selbsthilfefreundlichkeit.de
Projektförderung beim BKK Bundesverband:
Leitung:
Michael Bellwinkel
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