Aktivierung von Selbsthilfepotenzialen
Ziel:
Trotz einer grundsätzlich positiven Einstellung in der Bevölkerung gegenüber der Selbsthilfe, nehmen viele Betroffenen die Angebote der bestehenden Gruppen nicht in Anspruch und gründen auch keine neuen Selbsthilfegruppen. Dies trifft vor allem für Menschen in schwierigen Lebenslagen zu. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern will der BKK Bundesverband gerade diese Menschen für die Selbsthilfe aktivieren.
Projektbeschreibung:
2005 wurde vom Institut für Medizinsoziologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf eine schriftliche Befragung von Selbsthilfekontaktstellen und -unterstützungseinrichtungen durchgeführt, in der die Chancen und Barrieren bei der Inanspruchnahme von Selbsthilfe durch Menschen in schwierigen Lebenslagen erhoben wurden. Zudem erfolgten Befragungen von Experten aus Selbsthilfeorganisationen, der Selbsthilfeforschung, Vertretern von Gesundheitsämtern und des BKK BV. Auf Basis der Ergebnisse wurden drei Teilprojekte initiiert, die zur Einbindung von schwer erreichbaren Bevölkerungsgruppen in die Selbsthilfe beitragen sollen:
Teilprojekt 1: „Erfahrungsschätze heben“
Im Rahmen von Workshops wurden die Erfahrungen der befragten Mitarbeiter aus den Selbsthilfekontaktstellen und -unterstützungseinrichtungen zusammengetragen. Sie wurden u.a. zur NAKOS Broschüre „Selbsthilfe bei Migrantinnen und Migranten fördern und unterstützen“ verarbeitet, aus der hervorgeht, wie schwer erreichbare Bevölkerungsgruppen, insbesondere Migrantinnen und Migranten, für die Selbsthilfe gewonnen werden können.
Teilprojekt 2: „Mitglieder gewinnen“
In diesem Teilprojekt standen die Erfahrungen der Selbsthilfeorganisationen mit der Anwerbung neuer Mitglieder sowie die Aktivierung vorhandener Mitglieder im Vordergrund. Im Rahmen von Workshops wurden die Erfahrungen systematisiert und Konzepte und Strategien zur Gewinnung neuer Mitglieder im Multiplikatorenkonzept „Aktivierungshelfer“ zusammengefügt. Die Ergebnisse dieser Arbeit sind in der Broschüre „Mitglieder gewinnen, Mitglieder aktivieren, Mitglieder halten“ festgehalten.
Teilprojekt 3: „Selbsthilfe in Gang setzen“
In diesem Teilprojekt stand die Gründung von neuen Selbsthilfegruppen im Fokus. Beachten Sie hierzu die gesondert vorgestellten Projekte „In-Gang-SetzerInnen“ sowie „Migration und Selbsthilfe“.
Materialien:
NAKOS-Broschüre "Selbsthilfe bei Migrantinnen und Migranten fördern und unterstützen" (1,4 MB)
BKK-Praxishilfe "Mitglieder gewinnen, Mitglieder aktivieren, Mitglieder halten" (PDF, 1,5 MB)
Aktivierung zur Selbsthilfe - Chancen und Barrieren beim Zugang zu schwer erreichbaren Betroffenen, Wirtschaftsverlag NW, Bremerhaven 2006, Band 15
Zugänge zur Selbsthilfe - Ergebnisse und Praxisbeispiele aus dem Projekt "Aktivierung von Selbsthilfepotentialen", Wirtschaftsverlag NW, Bremerhaven 2009, Band 24
Selbsthilfeaktivierung von Diabetikern aus nicht-deutschen Kulturkreisen (112 KB)
Abschlussbericht: Initiierung einer Selbsthilfegruppe für pflegende Angehörige
Liste der Publikationen aus diesem Projekt (17 KB)
Projektförderzeitraum: 2004-2009
Weitere Informationen:
Partner in diesem Projekt:
UKE Hamburg-Eppendorf, Institut für Medizinsoziologie
Tel.: 040-7410 – 0; E-Mail:
info@uke.uni-hamburg.de
Internet: www.uke.uni-hamburg.de/institute/medizin-soziologie/
BAG Selbsthilfe. Andreas Renner
Tel: +49 (0)211-3100623; E-Mail:
andreas.renner@bag-selbsthilfe.de
Internet: www.bag-selbsthilfe.de/
DAG SHG
Tel: 030-31 01 89 74, E-mail:
verwaltung@dhg-shg.de
Internet:
www.dag-shg.de
Der Paritätische NRW, Andreas Greiwe
Tel.: 02572 - 95 35 66; E-Mail:
andreas.greiwe@paritaet-nrw.org
Internet:
www.paritaet-nrw.org
Siemens Betriebskrankenkasse, Bärbel Roschlau-Hübner
Tel.: 030 - 386 – 29486; E-Mail:
baerbel.roschlau-huebner@sbk.org
Internet:
www.sbk.org
Deutscher Diabetiker Bund, Martin Hadder
E-Mail:
m.hadder@ddb-nrw.de
Internet:
www.ddb-nrw.de
Selbsthilfeförderung beim BKK BV:
Leitung:
Michael Bellwinkel
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